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WissensdatenbankElektrikAuswahl Ladebooster

Auswahl Ladebooster

Kriterien für die richtige Wahl deines Ladeboosters

Bei der Auswahl eines geeigneten Ladeboosters müssen verschiedene Spezifikationen beachtet werden. Diese schauen wir uns in diesem Kapitel an, damit du einen Ladewandler findest, der zu deinen Anforderungen passt.

Zunächst musst du festlegen, welche Spannungsniveaus deine beiden Batteriesysteme haben. In vielen Fällen wird dein Fahrzeug eine 12 V Starterbatterie haben. Wenn du dich ebenfalls für eine 12-V-Bordbatterie entschieden hast, musst du bei dem Ladewandler darauf achten, dass er sowohl auf der Eingangs- als auch auf der Ausgangsseite für 12 V ausgelegt ist. Bei gängigen Herstellern erkennst du das oft bereits an der Modellbezeichnung (z.B. 1212 oder 12/12).

Hast du auf einer der beiden Seiten ein 24 V System, musst du bei der Wahl des Ladewandlers darauf achten, dass entweder die Eingangsseite (Starterbatterie) oder die Ausgangsseite (Bordbatterie) für 24 V ausgelegt ist.

Verwendest du auf beiden Seiten 24 V, kannst du einen Ladebooster wählen, der sowohl eingangs- als auch ausgangsseitig für ein 24 V System ausgelegt ist.

Als nächstes musst du prüfen, ob der Ladebooster zu deinem Batterietyp (AGM, LiFePO4, …) passt und eine entsprechende Ladekennlinie zur Verfügung stellt. Der Ladestrom darf nicht höher sein, als der maximale Ladestrom deiner Batterie und muss außerdem geringer sein als der Strom, den deine Lichtmaschine liefern kann.

Einige Hersteller geben außerdem Mindest- und Maximalgrößen in Ah für die Bordbatterie an.

Zum Schluss ist es noch wichtig zu prüfen, ob der Ladewandler das D+-Signal zwingend benötigt oder ob es optional ist. Diese Information findest du meistens in der Betriebsanleitung der Geräte.

Viele Ladegeräte bieten zusätzlich weitere Funktionsumfänge an, um die Verwendung der Ladewandler noch sicherer und bequemer zu machen. Dazu gehören Temperaturüberwachungen der Batterien, Bluetooth-Schnittstellen, Fernbedienungsanschlüsse und weitere Funktionen. Keine dieser Funktionen ist zwingend notwendig, allerdings können sie deinen späteren Umgang mit deinem elektrischen System vereinfachen. Hier musst du für dich entscheiden, welche zusätzlichen Funktionen sinnvoll sind und auf welche du verzichten kannst.

Am Ende stellt sich noch die Frage, wie viel Strom dein Ladebooster überhaupt liefern soll. Die Ladeleistung kann man in diesem Fall recht einfach bestimmen. Als Beispiel schauen wir uns einen Ladewandler an, der maximal einen Ladestrom von 30 A zur Verfügung stellen kann.

Wenn deine Lichtmaschine diesen Strom ebenfalls zur Verfügung stellen kann, wird auch dein Ladewandler die 30 A während der Fahrt recht konstant zur Verfügung stellen. Das bedeutet, dass du bei einer Stunde Fahrtzeit deine Wohnraumbatterie um 30 Ah lädst.

Bitte bedenke, dass deine Lichtmaschine auch den Strom für andere Verbraucher wie deiner Heizung, Klimaanlage, Radio usw. zur Verfügung stellen muss. Das bedeutet, dass deine Lichtmaschine immer mehr Leistung bzw. Strom zur Verfügung stellen sollte, als dein Ladebooster verarbeiten kann, sofern du den maximalen Ladestrom des Ladeboosters nutzen möchtest.

Schaust du dir jetzt nochmal die Fragen aus dem Kapitel – Stromerzeugung an, kannst du abschätzen, wie leistungsstark dein Ladebooster sein sollte, damit dieser für deine Art von Urlauben sinnvoll ist. Bist du auf diese Art des Ladens angewiesen, fährst aber nicht unbedingt viele Kilometer zwischen deinen Stopps und deine Lichtmaschine kann einen hohen Strom zur Verfügung stellen, würden wir dir zu einem entsprechend großen Ladewandler raten. Fährst du sowieso immer weite Strecken, kannst du den Ladebooster entsprechend kleiner wählen, da du höhere Fahrzeiten hast. Diese Entscheidung musst du für dich persönlich treffen und dabei auch alle anderen Arten der Stromgewinnung im Hinterkopf haben.

Sobald du dein Ladebooster festgelegt hast, hast du die Wahl: Entweder du widmest dich jetzt einem der beiden übrigen Abschnitte zur Stromerzeugung – Batterieladegerät oder Solarmodule – oder du gehst direkt zum Kapitel – Abschluss Stromerzeugung, falls du die anderen Module schon behandelt hast.